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الرئيسية عقائد مسيحية Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 1,14-20. von Dr. Harald Fiegl
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Aus dem Heiligen Evangelium nach Markus - Mk 1,14-20. von Dr. Harald Fiegl

Herr Dr. Harald Fiegl ist Ehrenpräsident der christlichen ägyptischen Union in Österreich

Nachdem man Johannes den Täufer ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um, und glaubt an das Evangelium! Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er Simon und Andreas, den Bruder des Simon, die auf dem See ihr Netz auswarfen; sie waren nämlich Fischer.

Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm.Als er ein Stück weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren im Boot und richteten ihre Netze her.Sofort rief er sie, und sie ließen ihren Vater Zebedäus mit seinen Tagelöhnern im Boot zurück und folgten Jesus nach.

Hl. Hieronymus (347-420)Priester, Bibelübersetzer und Kirchenlehrer Homilien zum Markus-Evangelium, Nr. 2A; SC 494 (Homélies sur l'évangile de Marc, trad. SC, p. 93, rev.; ins Dt. trad. © Evangelizo)

„Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe"
„Nachdem man Johannes ins Gefängnis geworfen hatte, ging Jesus wieder nach Galiläa ..." (Mk 1,14). Unserer Auslegung zufolge repräsentiert Johannes das Gesetz und Jesus das Evangelium. Tatsächlich sagt Johannes: „Nach mir kommt einer, der ist stärker als ich ..." (Mk 1,7), und an anderer Stelle: „Er muss wachsen, ich aber muss kleiner werden" (Joh 3,30): So vergleicht er das Gesetz mit dem Evangelium. Und dann sagt er: „Ich – das heißt, das Gesetz – habe euch nur mit Wasser getauft, er aber – das heißt, das Evangelium – wird euch mit dem Heiligen Geist taufen" (Mk 1,8). Jesus kam also, weil Johannes ins Gefängnis geworfen worden war. In der Tat ist das Gesetz abgeschlossen und eingesperrt, es hat nicht mehr seine frühere Freiheit; wir aber sind vom Gesetz zum Evangelium übergegangen. [...] „Jesus ging wieder nach Galiläa; er verkündete das Evangelium Gottes" (Mk 1,14) [...] Wenn ich das Gesetz, die Propheten und die Psalmen lese, so habe ich darin noch nie etwas vom Himmelreich gehört: nur im Evangelium. Denn erst als der kam, von dem es heißt: „Das Reich Gottes ist mitten unter euch" (vgl. Lk 17,21), wurde das Reich Gottes aufgetan [...] Bevor nämlich der Erlöser kam und mit ihm das Licht des Evangeliums, bevor Christus die Tür des Paradieses öffnete und den Schächer mitbrachte (vgl. Lk 23,43), stiegen alle Seelen der Heiligen hinab ins Totenreich. Jakob selbst sagte: „Voll Trauer werde ich [...] in die Unterwelt hinabsteigen" (vgl. Gen 37,35). [...] Dem Gesetz nach ist Abraham in der Unterwelt; dem Evangelium nach ist der Schächer im Paradies. Damit verunglimpfen wir Abraham nicht, wir alle wünschen ja, in seinem Schoß zu ruhen (vgl. Lk 16,23); aber wir ziehen Christus dem Abraham vor, das Evangelium dem Gesetz.Wir lesen, dass nach der Auferstehung Christi viele Heilige in der Heiligen Stadt erschienen sind (vgl. Mt 27,53). Unser Herr und Erlöser hat auf Erden gepredigt und er hat auch in der Unterwelt gepredigt. Er ist gestorben, und er ist in die Unterwelt hinabgestiegen, um die Seelen zu befreien, die dort gefangen waren (vgl. 1 Petr 3,18f.).


 

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